Psychoedukation (Einzel und Gruppe)

Einzeledukation: Psychoedukation ist dazu da, um den/die Betroffenen psychischer Probleme über ein bestimmtes Störungsbild oder eine Diagnose aufzuklären Es werden Informationen über die Häufigkeit des Vorkommens in der Bevölkerung, über die Gesundungsrate, über die Diagnostik und die Behandlungsbedingungen vermittelt. In der Einzeltherapie erfolgt über eine biographische Exploration die Erarbeitung von individuellen Faktoren, die zur Ausbildung eines Problems beigetragen haben. Darüber hinaus werden die Zusammenhänge zwischen körperlichen Symptomen, Gedanken und Gefühlen hergestellt, die sich wie in einem „Teufelskreis“ wechselseitig verstärken können. Im Verhalten des Patienten finden sich in der Regel aufrechterhaltende Faktoren, die dazu beitragen, das Problem „anzuheizen“ anstatt es aufzulösen. Die Psychoedukation hat aber nicht nur das Ziel diese Zusammenhänge aufzuzeigen. Vielmehr erarbeitet der Patient gemeinsam mit dem Therapeuten Strategien, wie der Teufelskreis unterbrochen werden kann. Dann wird besprochen, wie er/sie funktionaleres Verhalten aufbauen kann, um die Symptome zu verbessern.

Gruppenedukation: Im Rahmen meiner klinischen Tätigkeit habe ich verschiedene Edukationseinheiten über Depression, Angststörungen, somatoforme Störungen, Schlafstörungen und Posttraumatische Belastungsstörung ausgearbeitet und im Klinikalltag als Gruppenedukation implementiert. So war es möglich, effizient und gezielt über Entstehungsweise, aufrechterhaltende Faktoren und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Häufig gestellte Fragen konnten innerhalb der Gruppe geklärt werden. Es kommt dabei zum fruchtbaren Austausch der Gruppenmitglieder untereinander, wobei es tröstlich sein kann, Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede mit bzw. gegenüber den anderen Gruppenteilnehmern zu entdecken.